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Geschichte

Das Kodolitsch-Stammhaus (© LPZ Bad Radkersburg)
[Bildvergrößerung] Das Kodolitsch-Stammhaus (© LPZ Bad Radkersburg)

Bis 1945 befand sich am Platz des Landespflegezentrums das Stammhaus der adeligen Familie Kodolitsch. Als keine weiteren Nachkommen mehr in Bad Radkersburg lebten, wurde das Grundstück vom Land Steiermark gekauft. 

Nach Durchführung umfangreicher Untersuchungen und Verhandlungen wurde am 2. Juni 1958 seitens der Landesregierung der Beschluss bezüglich Errichtung eines Heimes auf seinem gegenwärtigen Standort gefasst. Die Projektierung selbst verursachte beträchtliche Schwierigkeiten, weil das Gelände unter dem Hochwasserspiegel liegt und daher besondere Vorkehrungen für die Räumlichkeiten im Kellergeschoss zu treffen waren. In mehr als vierjähriger Arbeit wurde unter Architekt Bleich eine Inschrift im Boden des Foyers weist darauf hin - der heutige Osttrakt errichtet.




Landesfürsorgeheim Bad Radkersburg (© LPZ Bad Radkersburg)
[Bildvergrößerung] Landesfürsorgeheim Bad Radkersburg (© LPZ Bad Radkersburg)

Bis 1963 wurde das Landespflegezentrum  damals unter der Bezeichnung "Landesfürsorgeheim Radkersburg"  fertiggestellt. Am 1. April 1964 sind die ersten Bewohner eingezogen.

Die Bauarbeiten wurden vorwiegend durch Firmen aus Radkersburg und dem umgebenden Grenzland durchgeführt, wie eine Baureportage aus dem Jahre 1964 beweist. Das Heim verfügte schon damals über eine zentrale Rundfunkanlage und hat den Rundfunkempfang an jedem Bewohnerbett durch Polsterkopfhörer ermöglicht. Das Haus wurde mit Braunkohle beheizt und die Wäscherei wurde mit einer Trägerölheizung ausgestattet.

Das Fürsorgeheim verfügte über 21 Vierbettzimmer, 15 Zweibettzimmer und heute undenkbar  nur über 5 Einbettzimmer. Räume für die Verwaltung, die Küche sowie für sanitäre Einrichtungen und die ärztliche Betreuung ergänzten die Ausstattung.

Im Quertrakt befanden sich zwei Wohnungen und sechs Zimmer für das Personal. Hebeapparate standen dem Pflegepersonal erstmals 1971 zur Verfügung. Somit wurden in nur einem Gebäude 119 Bewohner gepflegt.

 




Hochwasser in Bad Radkersburg (© LPZ Bad Radkersburg)
[Bildvergrößerung] Hochwasser in Bad Radkersburg (© LPZ Bad Radkersburg)

Die Angst vor dem Hochwasser war nicht unbegründet. Im August 1965 standen die Kellerräume einen Meter sechzig unter Wasser. Die Lagerbestände schwammen dem Personal förmlich entgegen. Ähnliche Szenarien spielten sich in den Jahren 1966 und 1972 ab.

Die Geschichte des Landesaltenpflegeheimes (Name 1974 bis 2006) ist untrennbar mit dem Namen Viktor Schlacher verbunden. Er war von 1963 bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1995 für 32 Jahre Direktor dieses Hauses. Besonders hervorzuheben ist sein unermüdlicher Einsatz für den Erweiterungsbau. Ein reger Schriftverkehr mit allen maßgeblichen Persönlichkeiten des Landes zeugt davon.




Spatenstich für den Zubau (© LPZ Bad Radkersburg)
[Bildvergrößerung] Spatenstich für den Zubau (© LPZ Bad Radkersburg)

Im Juni 1977 erfolgte durch Herrn Landesrat Josef Gruber der Spatenstich für den Zubau. Der damals nach den modernsten Richtlinien konzipierte Erweiterungsbau wurde mit rund 45 Millionen Schilling (ca. 3,3 Mio Euro) veranschlagt. In den Jahren 1979 bis 1982 entstand der dreigeschossige Erweiterungsbau. Er umfasste 98 Pflegebetten aufgeteilt auf 14 Dreibettzimmer, 22 Zweibettzimmer und 12 Einbettzimmer. WC und ein Waschbereich wurden schon in die Bewohnerzimmer integriert. Zusätzlich wurden 12 Personalwohnungen, je ein Ordinations- bzw. Therapieraum sowie die Halle West errichtet. Die neue Kapelle war das Zentrum der Seelsorge durch die Priester der Stadtpfarre sowie der Vertreterinnen vom Orden der Kreuzschwestern, die bis 1997 auch die Pflegedienstleitung inne hatten. Die Wandmalerei stammt von Heinrich J. Pölzl.

Unter Direktor Adolf Wonisch wurden 1998 sechs so genannte Musterzimmer errichtet. Diese waren erstmals mit einer separaten Dusche und WC für den Bewohner ausgestattet. 18 Pflegebetten aus Holz leiteten auf neue Qualitätsstandards über.

Am 07. November 2002 fiel der Startschuss für die Umbauarbeiten des alten Osttraktes. Mit einer Gesamtinvestition von 1,5 Millionen Euro wurden 34 Zimmer umgebaut. Weiters wurden die Fassade, der Eingangsbereich und die Verwaltungsräume neu gestaltet und umgebaut.




Eröffnung des umgebauten Osttraktes (© LPZ Bad Radkersburg)
[Bildvergrößerung] Eröffnung des umgebauten Osttraktes (© LPZ Bad Radkersburg)

Die feierliche Umbaueröffnung und gleichzeitig 40 Jahr Feier fand am 01. April 2004 statt. 105 Bedienstete und 136 Bewohner fühlten sich im neuen Landesaltenpflegeheim sichtlich wohl.

Seit Oktober 2009 wird das Landespflegezentrum in Bad Radkersburg aus dem Nahwärmenetz der Bad Radkersburger Quellen GesmbH versorgt. Das Konzept des Integrierten Energie-Contracting wurde von der LIG gemeinsam mit der Grazer Energieagentur entwickelt. Im Juni 2010 folgte der Einbau der Solaranlage zur Deckung des Energieaufwandes für die Warmwasseraufbereitung im Sommer.

Seit 1. Jänner 2013 gehört das Landespflegezentrum Bad Radkersburg wie auch die Pflegezentren in Knittelfeld, Kindberg und Mautern zur Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft m.b.H.




Übernahme durch die KAGes (© LPZ Bad Radkersburg)
[Bildvergrößerung] Übernahme durch die KAGes (© LPZ Bad Radkersburg)






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 Letzte Änderung: 20.05.2014

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