Zusätzliche 3.000 MRT-Untersuchungen für Patient*innen

Pressemitteilung

Start des Pilotbetriebs am Standort Wagna für MRT-Untersuchungen für Zuweisungen aus dem niedergelassenen Bereich

Gruppenfoto mit KAGes-Vorstand, LKH-Direktorium und Vertretern aus Politik und Gesundheitsfonds vor dem MRT-Gebäude
v.l.n.r. Prim.Dr. Othmar Grabner, Dipl.KH.BW. DI Robert Graf-Stelzl, Vorstandsvorsitzende der KAGes Prim. DDr. Erich Schaflinger, MSc, Monika Pisleritsch, MSc, KAGes-Vorstand für Finanzen und Technik, Mag. DDr. Ulf Drabek, MSc MBA, Gesundheitslandesrat Dr. Karlheinz Kornhäusl, Ing. Josef Harb, Mag. Andreas Hebenstreit, Walter Hannes Schiffmann | © Jakob Grill

Gemeinsam mit der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), der Sozialversicherung der Selbständigen (SVS) und der Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter, Eisenbahnen und Bergbau (BVAEB) startet am 1.11.2026 am LKH Südweststeiermark, Standort Wagna, der Pilotbetrieb für Zuweisungen aus dem niedergelassenen Bereich zu MRT-Untersuchungen für Kassenpatient*innen. Das Pilotprojekt dauert bis 31.12.2027.

Ziel ist es, die Versorgung der Patient*innen in der Region zu verbessern, Wartezeiten zu verkürzen und einen raschen Zugang zu wichtigen diagnostischen Untersuchungen zu ermöglichen. Im Pilotprojekt wird daher die Zuweisungsqualität und Dringlichkeit für Patient*innen erhoben, um einen folgenden Regelbetrieb vorzubereiten. Damit sollen bis zu 3.000 MRT-Untersuchungen für die extramurale Versorgung in der Region zur Verfügung gestellt werden. Bei der Pressekonferenz am 19. Oktober im LKH Südweststeiermark, Standort Wagna wurde das Pilotprojekt von Landesrat Dr. Karlheinz Kornhäusl und den Kooperationspartnern, KAGes und ÖGK unter Einbindung der Ärztekammer Steiermark, der Öffentlichkeit vorgestellt.

So erhalten Patient*innen einen Untersuchungstermin

Die Zuweisung erfolgt durch niedergelassene Ärzt*innen und wird von der Ordination an das Krankenhaus übermittelt. Anschließend vereinbart das Sekretariat der Abteilung Radiologie telefonisch einen Untersuchungstermin mit den Patient*innen.

Mit einer entsprechenden Zuweisung können Patient*innen auch selbst telefonisch einen Termin vereinbaren. In diesem Fall ist das Zuweisungsformular zur Untersuchung mitzubringen. Einen Tag vor dem vereinbarten Termin erhalten die Patient*innen eine Erinnerung. Die Untersuchung und die Erstellung des Befundes übernimmt das Team am Standort Wagna. Die Befunde werden anschließend über das Medizinportal der KAGes zur Verfügung gestellt.

 

Statements

Gesundheitslandesrat Dr. Karlheinz Kornhäusl begrüßt den Start des Pilotprojekts: „Mit den zusätzlichen MRT-Untersuchungen schaffen wir in der Region mehr Kapazität und ermöglichen Patientinnen und Patienten einen rascheren Zugang zu einer wichtigen diagnostischen Untersuchung. Gleichzeitig stärken wir die Zusammenarbeit zwischen dem niedergelassenen Bereich und der Spitalsversorgung am LKH Südweststeiermark. Denn unsere Gesundheitsversorgung darf keinen Unterschied machen, egal wo man lebt!“


Der neue Vorstandsvorsitzende der KAGes, Prim. DDr. Erich Schaflinger, MSc, bedankt sich bei den Projektpartnern: „Durch die Zusammenarbeit von ÖGK und KAGes sowie unter Einbindung der Ärztekammer konnte der Pilotbetrieb des MRT am Standort Wagna für die extramurale Versorgung zeitnah gestartet werden. Terminvergaben sind ab sofort möglich. Der Weg der Öffnung und Kooperation bietet die Chance, Patient*innen besser und rascher mit wichtigen Diagnosen zu versorgen. Kooperation und gemeinsame Lösungen bringen uns im Gesundheitssystem Schritt für Schritt weiter.“


KAGes-Vorstand für Finanzen und Technik, Mag. DDr. Ulf Drabek, MSc MBA weist auf die gesteigerte Auslastung hin: „Seit Jänner 2025 befindet sich der neue MRT am Standort Wagna im Regelbetrieb. Nun wird dieser durch das Pilotprojekt bis Ende 2027 durch Zuweisungen aus dem niedergelassenen Bereich optimal genutzt. Dafür wurden sowohl personelle als auch organisationstechnische Verbesserungen an der Abteilung für Radiologie vorgenommen.“


„Mit diesem Pilotprojekt MRT Wagna setzen wir einen echten Meilenstein für die Menschen in der Region Südweststeiermark. Es ist uns als ÖGK ein besonderes Anliegen, dass dieses hochmoderne MRT-Gerät in Wagna auch ÖGK-Versicherten zur Verfügung steht und nicht nur stationären Patientinnen und Patienten vorbehalten bleibt. Gemeinsam mit der KAGes, der SVS und der BVAEB lösen wir ein großes Versprechen ein: Wir bringen die Spitzenmedizin direkt und unbürokratisch zu den ambulanten Patient*innen im kassenärztlichen Bereich.
Ab dem 1. November 2026 verkürzen wir unseren Versicherten damit die Wartezeiten und ersparen ihnen in der Südweststeiermark weite Wege. Die vertraglich verankerte Evaluierung stellt zudem sicher, dass wir die Versorgung flexibel und bedarfsorientiert anpassen können. Das ist gelebte Partnerschaft im Gesundheitssystem, bei der die Patient*innen im Mittelpunkt stehen. Unser Ziel ist es, auf Basis der kommenden Ergebnisse dieses Pilotprojekt zu einem dauerhaften Erfolg zu machen“, betonen die beiden Vorsitzenden des Landesstellenausschusses der ÖGK in der Steiermark Ing. Josef Harb und KommR Mag.ª Beatrice Erker.


Das Direktorium des LKH Südweststeiermark begrüßt den Pilotbetrieb: „Das MRT in Wagna für Zuweisungen aus dem niedergelassenen Bereich zu öffnen bedeutet für die medizinische Versorgung in der Region einen deutlichen Zugewinn an Qualität und Quantität, das nur im Interesse aller sein kann. Daher begrüßen wir das Pilotprojekt und sehen einer weiteren erfreulichen Entwicklung der Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten in der Region entgegen.“


Dr. Alexander Moussa, kassenärztlicher Referent der Ärztekammer Steiermark, lobt die Zusammenarbeit im Projekt: „Stellvertretend für die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte möchte ich mich im Namen der Ärztekammer Steiermark für die frühzeitige und umfassende Einbindung in dieses Projekt bedanken. Wir wurden von Beginn an informiert und hatten die Möglichkeit, unsere Erfahrungen und Rückmeldungen direkt einzubringen, beispielsweise bei der Erstellung des Zuweiserformulars. Wir wünschen dem Pilotprojekt viel Erfolg und freuen uns auf die weitere gute Zusammenarbeit über die Spitalsgrenzen hinweg, zum Wohle unserer Patient*innen!“


Prim. Univ.Doz. Dr. Martin Uggowitzer, Abteilungsleiter der Radiologie am Standort Wagna streicht die Interdisziplinarität hervor: „Radiologische Diagnostik ist eine wesentliche Grundlage für viele medizinische Entscheidungen. Umso wichtiger ist es, dass Spitäler und niedergelassene Ärztinnen und Ärzte eng zusammenarbeiten. Die Möglichkeit, unser MRT auch für externe Zuweisungen zu nutzen, schafft eine zusätzliche Schnittstelle zwischen diesen beiden Bereichen. Wenn wir unsere Kompetenzen verbinden und die Abläufe gut aufeinander abstimmen, profitieren davon vor allem die Patient*innen.“

Rückfragehinweis für Medien

 

Mag. Martin Gsellmann
Stabstelle Unternehmenskommunikation
Mobil: +43 (0)650 98 12 441