Die KAGes vereinfacht den digitalen Datenaustausch mit den Sozialversicherungen
Als der erste große österreichische Krankenanstaltenträger hat die Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft m.b.H. (KAGes) eine direkte und datenschutzkonforme Verbindung zwischen ihrer Krankenhaussoftware und einem neuen Kommunikationsportal der Sozialversicherungsträger in Betrieb genommen. Mit dieser KAGes-eigenen Entwicklung wird der sichere Austausch sensibler Gesundheitsdaten vereinfacht und beschleunigt.
Als Anfang 2025 der Versand von Gesundheitsdaten per Fax aus Gründen des Datenschutzes endgültig eingestellt werden musste, fand sich rasch eine Lösung zwischen KAGes und den niedergelassenen Ärzt*innen. Die größere Herausforderung stellte sich bei der Kommunikation mit den Sozialversicherungsträgern, die über ein eigenes Gesundheitspartnerportal erfolgen sollte, das sich aber für den Spitalsalltag nicht eignete.
Nun konnte gemeinsam mit der Sozialversicherungs-Chipkarten Betriebs- und Errichtungsgesellschaft m.b.H. (SVC) eine nutzerfreundliche Lösung entwickelt werden, die zukünftig als allgemeiner Standard für alle Krankenanstaltenträger in Österreich gültig sein wird: das Gesundheitspartner-Interface. Nachrichten zwischen KAGes und den Sozialversicherungen wie Anträge auf Heilnahrung oder Kur- und Reha-Aufenthalte können nun anmeldungsfrei, komfortabel und datenschutzkonform übermittelt werden.
KAGes-eigene Software-Lösung
Mit Ende Jänner 2026 ging die KAGes als erster österreichischer Krankenanstaltenträger in all ihren Spitälern mit dieser eigenen Software-Lösung produktiv: Das in der Fachabteilung Medizininformatik entwickelte „Kommunikationscockpit“ bietet eine direkte Kommunikationsmöglichkeit über die bewährte Krankenhausoftware sowohl zu den Sozialversicherungen als auch zu den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten.
„Der Einstieg erfolgt in beiden Fällen über dieselbe Nutzeroberfläche und ohne gesonderte Anmeldung, was für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine große Erleichterung darstellt. Die Datensicherheit bleibt dabei gewahrt“, erläutert Mag. Alexandra Smon-Stocker, Leiterin der KAGes-Fachabteilung für Medizininformatik.
Österreichweit Vorreiter
„Die KAGes steht für Innovation und Leadership und ist mit ihrer neuen Schnittstelle zu den Sozialversicherungsträgern einmal mehr österreichweit Vorreiter im Bereich der Digitalisierung“, betont KAGes-Vorstandsvorsitzender Univ.-Prof. Ing. Dr. Dr. h.c. Gerhard Stark.
„Die KAGes-intern entwickelte Software-Lösung ersetzt bisherige, deutlich kompliziertere Formen des datenschutzkonformen Informationsaustauschs und schafft damit maximale Nutzerfreundlichkeit“, erklärt der KAGes-Vorstand für Finanzen und Technik, Mag. DDr. Ulf Drabek, MSc MBA.
Daten & Fakten
Mit dem neuen „Kommunikationscockpit“ werden zahlreiche Kommunikationsprozesse der KAGes-Spitäler mit den Sozialversicherungsträgern erleichtert, beispielsweise Anträge auf Kur- und Reha-Aufenthalte, Heilnahrung, sowie Heilbehelfe und Hilfsmittel (Verbandsmaterial, Diabetes-Bedarf, Bandagen, Inkontinenzvorlagen, Rollstühle etc.).
Diese Anträge werden ohne Aufwand für den/die Patient*in von der KAGes an die zuständige Sozialversicherung übermittelt. Die rasche Beantragung noch vom Krankenhaus aus sichert die nahtlose Versorgung der Patient*innen mit Heilbehelfen nach dem Spitalsaufenthalt und eine rasche Aufnahme in Kuranstalten und Rehabilitationseinrichtungen. Die Patient*innen ersparen sich zusätzliche Wege und den organisatorischen Aufwand.
Vor dem Jahr 2025 wurden diese Anträge zumeist per Fax erledigt, was aus Gründen des Datenschutzes nicht mehr erlaubt ist.
Das Kommunikationscockpit löst wenig nutzerfreundliche Zwischenlösungen ab und ermöglicht auf einer einfach zu bedienenden Arbeitsoberfläche den Versand sensibler Gesundheitsdaten an niedergelassene Ärzt*innen und die Sozialversicherungsträger sowie deren Empfang.
Über 91 Prozent des früher in der KAGes verschickten und empfangenen Fax-Volumens wurde inzwischen auf digitale Wege umgestellt; übrig bleiben lediglich vereinzelte Sonderfälle, die noch auf eine rechtskonforme Alternativlösung umgestellt werden.
Pro Werktag werden aus den Häusern der KAGes über das neue Kommunikationscockpit rund 30 bis 35 Anträge an die Sozialversicherungsträger gestellt.
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MMag. Andrea Sittinger
Stabsstelle Unternehmenskommunikation
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